Die Mühleisen-Orgel in der Kirche St. Leonhard

 
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I. Manual (Hauptwerk):

1. Principal 8'
2. Gedeckt 8'
3. Octave 4'
4. Blockflöte 4'
5. Cornet 8'
5a. Nasat 2 2/3'
5b. Terz 1/3
6. Mixtur 4-5fach 2'
6a. Superoctave 2'
7. Trompete 8'

II. Manual Schwellwerk:

8. Flute harmonique 8'
9. Salocional 8'
10. Unda maris 8'
11. Fugara 4'
12. Traversflöte 4'
13. Piccolo 2'
14. Sifflet 1 1/3'
15. Oboe 8'

Tremulant - Überdruck

III. Pedalwerk:

16. Violon 16'
17. Subbass 16'
18. Gedecktbass 8'
19. Posaune 16'
20. Koppel Ped. IV'
Zimbelstern *

 

Koppeln: II/I, I/Ped.; II/Ped.

 

1. Das Schwellwerk
Direkt über dem Spieltisch befindet sich der "Schweller". Das ist ein abgeschlossener Holzkasten mit Jalousien, die es dem Spieler ermöglichen, die gespielten Töne anschwellen oder leiser werden zu lassen. Im Schwellwerk befinden sich einige Soloregister und schöne weiche Flötenstimmen mit klangvollen Namen wie Flute harmonique, Traversflöte oder Piccolo.

2. Das Hauptwerk
steht über dem Schweller und reicht mit seinen silberfarbenen Prospektpfeifen fast bis zur Kirchendecke. In ihm befinden sich der Principalchor, also die Register, die hauptsächlich für die Gemeindebegleitung wichtig sind, aber auch Aliquot- und Soloregister, wie etwa die Trompete.

3. Das Pedalwerk
steht hinter dem Schwell- bzw. Hauptwerk und ist mit seinen vier Registern das kleinste und zugleich größte Werk unserer Orgel. Die Pfeifen dieses Werks erreichen eine Länge von 5 Metern und geben so den anderen Werken ein solides Bassfundament. Anders als in vielen anderen Kirchen konnten sie hier in voller Länge gebaut werden.
In allen drei Werken ist ein besonderer Pfeifentypus zu finden. Man nennt sie die Zungenregister. Es sind in unserer Orgel: Oboe, Trompete und Posaune. Bei diesen Registern wird der Klang durch schwingende Metallzungen erzeugt. Dieser besonders schnarrende und in tiefen Lagen auch brausende Klang wurde in früheren Zeiten als "Schnarrwerk" bezeichnet.

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