Die Geschichte und das Dorf St. Leonhard

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Die Gemeinde Sündersbühl wird 1341 zum ersten  Mal urkundlich erwähnt. Sie bestand aus den Dörfern Sündersbühl (Rothenburger Straße, Ecke Schweinauer Straße bis hin zur Heinrichstraße)  und St. Leonhard, das um den Leonhardsplatz gelegen war. Noch im Jahr 1809 umfasste  das Dorf Sündersbühl nur 32 und das Dorf St. Leonhard 8 Häuser. Der Name "Sündersbühl" leitet sich von "Sinter", der alten Bezeichnung  für "Hammerschlag", und dem Wort "Bühl" für "Hügel" ab. Sündersbühl bedeutet also  in unserer heutigen Sprache "Schmiedehügel" und nicht "Hügel der Sünder".

 

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Das ursprüngliche Dorf St. Leonhard gruppierte sich um den heutigen Leonhardsplatz und bestand bis 1809 aus insgesamt 8 Häusern. Direkt an die Kirche, die dem Dorf den Namen gab, war der "Siechkobel" angebaut. Heute würde man "Hospitz" dazu sagen. Er ist der Anbau rechts neben dem Türmchen. Er war mit einer Schiebetür aus Holz mit dem Chorraum verbunden, damit die Kranken dem Gottesdienst aus ihren Betten beiwohnen konnten. 

In Nürnberg wurden im 13. und 14. Jahrhundert an den Reichsstraßen, die sich in Nürnberg kreuzten, vier Siechenkobel gegründet. Dort wurden in sicherer Entfernung zu Nürnberg (½ Stunde Fußweg vor der Stadt) die Sondersiechen (= Aussätzige, Leprakranke, Pestkranke) untergebracht.

Mit regelrechten Totenmessen wurden die noch lebenden Kranken aus der Gesellschaft ausgegrenzt, um die Gesunden vor ihnen zu schützen. Der Aussatz wurde als Strafe Gottes für ein böses und sündiges Leben verstanden. Nachdem 1806 die Stadt finanziell ruiniert war, wurde die reiche religiöse Stiftung aufgelöst.

Neben der Kirche gab es auch stets ein Wirtshaus, welches im 18. Jahrhundert sogar von dem Leonharder Pfarrer betrieben wurde. Später wurde es zur Gaststätte „Leonhardspark“. Siehe Bilder unten.

Das Wirtshaus wurde leider nach dem 2. Weltkrieg abgerissen. Die Proteste der Kirchengemeinde halfen nichts, so steht heute an dieser Stelle die architektonisch umstrittene Sparkasse.